24.09.2026 Ambivalenz – Teil 2

Das Gemälde „Ambivalenz“ ist ein Diptychon geworden, d.h. nicht die zuerst entstandene Bildidee habe ich weiter ausgefeilt, sondern eine zweite Leinwand mit Bezug zur ersten schließt das Thema „Ambivalenz“ ab.

Acryl, Gouache und Tuschestift auf Leinwand, jedes Gemälde 90 cm x 40 cm

Häufig versuche ich in der Improvisation entdeckte Figurationen zu wiederholen, die Erfindung festhalten oder noch einmal durch Ergänzungen zu vertiefen. Auf diese Weise entstehen oft Umkehrbilder, weil ich eine erste Improvisation auf dem Zeichenblatt um 180° drehe und dann weiterzeichne.

Das Gemälde „Ambivalenz“ (s. Beitrag vom 18.08.2026 ) bildet für mich in der Umkehrfiguration die Möglichkeit diese als Kontur – gleichsam spiegelbildlich – für eine zweite Leinwand zu nutzen.

Das Diptychon um 180° gewendet

Mit Schriftbildern habe ich versucht, mich der Widersprüchlichkeit, der Ambivalenz zu nähern. Diese Schriftbilder habe ich in die spiegelbildliche Figuration eingearbeitet. Farblich bin ich bei dem Farbkanon des ersten Bildes geblieben.

Es sind nun zwei zusammengehörende umkehrbare Gemälde, die ein Diptychon bilden. Zusammengesetzt werden können sie je nachdem, was dem/ der Betrachter/in gefällt.

Als Figuration zeigen die comic-haften Fratzen das Widersprüchliche , einmal aggressiv, einmal lustig, einmal lachend, einmal ängstlich – auf mich wirken die maskenhaften Ansätze genau so.

Es passt, weil diese Widersprüche doch zusammenhängen und als Gefühl ein Ganzes zu einer Sache bilden. Ist das nicht erstaunlich ?

Eine Angelegenheit ist oft ambivalent, eben nicht eindeutig, sondern mehrdimensional.

24.09.2026 Gu