26.10.2026 Wenn alles normal läuft,…

Da hat mir jemand im April eine Mail geschrieben und den Satz „Wenn alles normal läuft, kann nichts schief gehen.“ benutzt.

Im ersten Moment überlesen, doch dann über diese dumme doppelte Bestätigung gestaunt.

Die Bedingung ist, dass alles normal läuft: wenn. Also letztlich selbstverständlich, dass dann nichts schief gehen kann. Eine logische Folge, die nicht in einem Satz formuliert werden muss.

Das grammatisch-logische Problem gibt einen Sinn vor, der nicht als Folgerung existieren kann.

Die Albernheit des Satzes liegt in der Semantik der Grammatik. Es handelt sich um einen Zirkelschluss (eine Tautologie):

  • Die Definition von „normal laufen“: Im alltäglichen Sprachgebrauch bedeutet „es läuft normal“ , dass etwas bereits ohne Störungen oder Fehler abläuft.
  • Die Konsequenz: Der Hauptsatz behauptet, dass „nichts schiefgehen kann“. Das ist aber exakt die Definition des Nebensatzes.

Der Satz lässt sich grammatisch-logisch also so übersetzen:
„Wenn nichts schiefgeht, kann nichts schiefgehen.“

Ist das nicht großartig ?

26.10.2026 Gu

Entstanden sind drei Schriftbilder, die den Satz wiedergeben. Im April dieses Jahres wird daraus eine doppelte Maske, im Oktober habe ich zweimal einen Figuren-Reigen gezeichnet.

Tuschestift mit abgeschrägter Spitze auf Zeichenkarton – Format 21 cm x 29,4 cm
Tuschestift auf Zeichenkarton 24 cm x 32 cm
Tuschestift auf Zeichenkarton 24 cm x 32 cm