13.03.2026 Turbulenzen

Über Improvisationsmethoden habe ich mehrfach geschrieben, es können Flecke, Kleckse, Hiebkritzel oder Bewegungsspuren, Gesten den Ausgangspunkt einer Bilderfindung sein.

Die Surrealisten haben mit ihrem „Automatimus“ wie ihn André Breton beschrieb, grundsätzlich improvisierende Ansätze versucht und eine Reihe Improvisationsmöglichkeiten, die sie als Spiele bezeichnet haben, entdeckt. Zum Beispiel die Cadavre exquis, Zeichnungen auf gefaltetem Papier.

Nun habe ich Zeichnungen mit Bewegungsspuren begonnen und diese Spuren durch parallele Wiederholung der ersten Spur verstärkt. Meine Absicht war die Übung der Zeichenspuren durch Wiederholung im eigenen Repertoire zu stärken, doch die entstandenen bewegten Zeichnungen regen gleichzeitig zur figurativen Deutung an.

Tuschestift auf Zeichenkarton im Format 21 cm x 29 cm

Diese Zeichnung habe ich „Turbulenzen I “ betitelt, die Grafik ist um 180° umkehrbar.

Als Serie sind nun die nächsten Zeichnungen aus den Bewegungsspuren ebenfalls „Turbulenzen“

Tuschestift auf Zeichenkarton im kleinen Format 21 cm x 29 cm – ca. DIN A 4

„Turbulenzen II“ um 180° gewendet auf die andere Bildkante.

Meine Lieblingszeichnung ist das Duo in „Turbulenzen III“ – ebenfalls das Format 21 cm x 29 cm.

Diese drei Umkehrzeichnungen sind aus der Improvisationsmethode Bewegungsspuren mithilfe paralleler Wiederholung hervorgegangen. Damit ist erst einmal eine neue Erfahrung abgeschlossen.

Nach „Turbulenzen“ wird am Ende alles gut 🙂

12.03.2026 Gu