Zu der „always angry“ Zeichnung aus dem Dezember 2025 habe ich eine Variante gezeichnet, mit dickem breitem Filzstift zügig hingeschrieben.
Alles, was ich zur Situation in der Welt, die „always angry“ macht, geschrieben habe, stimmt. Das Einzige, was möglich ist, ist eine Haltung, bei der man nicht seine Nase überall hineinsteckt, sondern Abstand wahrt oder seine Nase in Neues steckt.


Diese Zeichnung „always angry“ ist ein Umkehrbild – auch um 180° gedreht ist die Figuration wütend und böse. Nur wenn man sich traut Neues zu entdecken, ist das „always angry“ zu ertragen. „Seine Nase überall reinstecken oder eine neue Welt entdecken“ ist mir in den Sinn gekommen, als ich zwei Zeichenblätter zu einer Figur zusammengelegt habe und bemerkte, dass der Kopf etwas neugierig Vorwitziges hat.



Sofort erinnerte ich mich an das Bild des ausgehenden Mittelalters : „Die Darstellung zeigt einen Menschen, der am Horizont als dem Rande seiner Welt mit den Schultern in der Himmelssphäre steckt und dahinter Befindliches erblickt. Das Bild wurde im 20. Jahrhundert häufig für die authentische Darstellung eines mittelalterlichen Weltbildes gehalten und oft reproduziert.“ wikipedia
Den Horizont durchbrechen und aus „always angry“ etwas Neues machen.
11.02.2026 Gu