26.03.2026 Fortsetzung: Geht das ? Ein Solo ?

Die Methode des Blattfaltspiels, des sogenannten „Cadavre Exquis“ der Surrealisten habe ich weiter erprobt und stelle fest, dass sich nicht jede Figur-Erfindung zur Weiterarbeit lohnt. Nicht jedes Zeichenergebnis ist originell, für das Auge neu, überraschend.

Diese beiden Figur-Erfindungen unterscheiden sich in der Qualität, denn die links abgebildete Figur ist mir zu „normal“ mit einem Aufbau, der zwei Füße und einen Kopf besitzt. Die rechts abgebildete Figur-Erfindung dagegen ist mehrdeutig, daher lohnend in der Weiterarbeit.

Transparentpapier drüber und die Figurzeichnung zu einer klaren Form entwickeln sind der nächste Schritt.

Tuschestift auf Zeichenpapier DIN A4 gefaltet und rechts Tuschestift auf Transparentpapier

Diese Form lässt sich zu einer umkehrbaren Figuration fortentwickeln und damit zu etwas Neuem.

Auf die erste Transparentpapierzeichnung lege ich das zweite Blatt Transparentpapier und kann die Figuration ein weiteres Mal erweitern.
eine Umkehrfiguration
um 180° gewendet

Ausgehend von der ersten skizzenhaften Bilderfindung auf dem gefaltetem Zeichenblatt ist die Figuration deutlich origineller, entschiedener in der Form und damit künstlerischer Ausdruck ( würde John Dewey jetzt sagen – frei nach seiner „Kunst als Erfahrung“ 1934 )

In seinem Hauptwerk zur Ästhetik, Kunst als Erfahrung (Original: Art as Experience, 1934), bricht John Dewey mit der Vorstellung, dass Kunst nur in Museen oder als isoliertes Objekt existiert. Für ihn ist Kunst kein Ding, sondern ein Prozess und eine besondere Form der menschlichen Erfahrung.

Stimmt so ! 26.03.2026 Gu