Aus den Gesten mit Tuschestift auf Karton sind Kleckse und Hiebkritzel entstanden, die zu vielen Figurationen führen können.
Tatsache ist, dass mich die Gesten überwiegend zu Figurationen geleitet haben, die etwas „loslassen“ oder „fallen lassen“. Die Zeichnungen sind im Format DIN A4 auf Karton.

Es ist schwierig aus der Geste heraus, Variationen zu einem Thema zu schaffen, denn gerade diese Methode der Improvisation führt zu überraschenden und unterschiedlichen Figur-Ergebnissen.
Deshalb sind diese Zeichnungen nicht an einem Abend, sozusagen in einer Zeichensession entstanden, sondern im Abstand mehrerer Tage, aber alle Zeichnungen sind aus dem November 2025.

Eine Zeichnung löst bei mir die Vorstellung aus, dass jemand etwas aus seinem Kopf herausnimmt und es fallen lässt. Genau diese Zeichnung habe ich mit Transparentpapier überzeichnet, die Form geklärt, weil ich daraus ein Gemälde machen möchte.
Doch interessanterweise ist die Zeichnung auf Transparentpapier auf die andere Seite zu drehen, zu spiegeln und dann wirkt die Zeichnung so, als ob jemand etwas aufhebt. Das hat mich erstaunt.

Dies ist die Zeichnung mit der Figur, die etwas aus den Kopf „herausnimmt“ und es fallen lässt.

Dies ist die Zeichnung auf Transparentpapier gespiegelt.
Anscheinend lesen unsere Augen von links nach rechts – „aufheben“ oder „fallen lassen“. Unser Kulturkreis orientiert sich mit den Augen in Leserichtung, das wäre vermutlich in Asien anders.
Um diese Beobachtung noch einmal zu probieren, habe ich aus dem „Loslassen“ eine neue Figuration gemacht „etwas aufheben“.

Diese Figuration hat etwas Neues entdeckt, schaut darauf und greift danach – C’est ça. !
04.12.2025 Gu
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